Internationaler Zusammenschluss kündigt Strafverfahren gegen Petrobras et al in spanischem Strafgerichtshof an

February 9, 2016

Responsive image

MADRID–(BUSINESS WIRE)–Die Asociacion de Afectados de Petrobras, eine Aktionärsvereinigung mit Sitz in Madrid, die International Securities Associations & Foundations Management Company for Damaged Petrobras Investors (Bolsa Madrid) Ltd. („ISAF Petrobras”) und ein Zusammenschluss internationaler Anwaltskanzleien, darunter Cremades Calvo-Sotelo, Motley Rice und Lowey Dannenberg Cohen & Hart, geben bekannt, dass sie eine maßgebliche Strafanzeige gegen Petroleo Brasileiro SA, gewisse Konzernunternehmen von Petrobras und (ehemalige) hochrangige Officers von Petrobras (zusammen „Petrobras et al”) vorbereitet haben und beabsichtigen, diese in den nächsten Wochen im Strafgerichtshof von Madrid zu stellen.

Die Einreichung der Klageschrift erfolgt im Auftrag aller Petrobras-Anleger, die Aktien über die Madrider Börse (Bolsa de Madrid, LATIBEX-Index) gekauft haben, und aller Anleger, die Aktien über die BOVESPA in Sao Paulo gekauft haben, diese Aktien dann aber zurück nach Spanien brachten (Clearing durch Iberclear) und danach dort in Depots aufbewahrten und die Verluste aufgrund des vorgeblichen langfristigen Betrugs durch Petrobras et al. erlitten. Petrobras befindet sich mehrheitlich im Besitz der brasilianischen Regierung.

In der Strafanzeige wird angeführt, dass, als nach Jahren komplexer Betrügereien und Bestechungen durch das Management und Vertreter von Petrobras diese Machenschaften schließlich 2014 an die Öffentlichkeit gelangten, Anleger Verluste in Höhe von Milliarden von Dollars, Euros und brasilianischem Reals erlitten, die aus erheblichen Abschreibungen der Vermögenswerte und starken Einbrüchen der Petrobras-Aktienkurse resultierten.

Die an der BOVESPA in Sao Paulo notiert Aktien von Petrobras musste die europäischen aufsichtsrechtlichen Standards erfüllen, als Petrobras seine Aktien für Handel und Clearing über LATIBEX an der Madrider Börse bzw. bei Iberclear verfügbar machte und sich den Compliance-Anforderungen der Comision Nacional del Mercado de Valores („CNMV”), der Aufsichts- und Regulierungsbehörde für den Wertpapierhandel in Spanien, unterwarf. Die CNMV ist ein Mitglied der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde und unterliegt deren Bestimmungen.

Petrobras suchte gezielt den Zugang zu Anlegern in Europa und weiteren internationalen Kapitalmärkten und hat bei diesen für sich geworben. Um das Vertrauen von Anlegern zu stärken, erklärte Petrobras, dass es erwarte, die Compliance-Anforderungen eines ausgereiften europäischen Marktregulierungssystems zu erfüllen, und bereit sei, sich diesen Regeln zu unterwerfen.

Unabhängig davon, ob die Aktien von Petrobras in Brasilien oder Europa gehandelt werden, sind die Wertpapieridentifikationsmerkmale für Stamm- und Vorzugsaktien in beiden Rechtsgebieten dieselben. Die Aktien können aufgrund des regulatorischen Rahmenwerks der CNMV und der Regelung über Iberclear in Spanien zwischen Depots in Brasilien und Europa hin und her transferiert werden.

Zurzeit laufen Anstrengungen, Verluste von Anlegern wiedergutzumachen, die in Zusammenhang mit öffentlichen Vorwürfen von zügelloser Korruption, Geldwäscherei und Verletzungen der Wertpapiergesetze in mehreren Rechtsräumen erfolgten. Die erste Anlegerklage erging als Sammelklage („class action“) in den USA im Auftrag von Investoren, die American Depository Shares (ADS) an der New Yorker Börse erworben hatten. Diese Klage beschränkt sich allerdings auf Verluste, die diese ADS-Aktien und gewissen auf US-Dollar lautende Anleihen betreffen. Wichtig ist dabei, dass diese Sammelklage in den USA nicht Verluste von Anlegern abdeckt, die aus der größten Aktienklasse stammen, die an der BOVESPA bzw. LATIBEX gehandelt wurde. Weiterhin sind Verluste bei gewissen anderen Anleihen, darunter auf Euro lautende Anleihen, nicht Teil dieser „class action“.

Ziel der Klage und Art der Wiedergutmachung der Verluste

Anders als in den USA gibt es im spanischen Rechtsrahmen keine Wertpapier-Sammelklage. Kläger, die geschädigte Petrobras-Anleger sind und finanziellen Ausgleich anstreben, müssen sich an der kollektiven Klage beteiligen („opt-in”), um einen Anspruch auf Beteiligung an einer Einigung oder Erlöse in Zusammenhang mit der Klage zu erhalten. Zu den weiteren Zielen der kollektiven Klage gehören die Stärkung des Einflusses von unabhängigen Direktoren und die Sicherung der Interessen aller Anspruchsgruppen durch Verbesserung der Compliance-Standards und Kontrollmaßnahmen auf ein Maß, das von internationalen institutionellen Anlegern normalerweise erwartet wird. Es ist wichtig, dass Anleger, die (a) Stamm- und Vorzugsaktien von Petrobras zwischen 2004 und 28. Juli 2015 erwarben und (b) aufgrund des mutmaßlichen Betrugs Schäden erlitten oder gefährdet sind, (weitere) Schäden zu erleiden, mit ISAF Petrobras Kontakt aufnehmen, damit dieses prüfen kann, ob der jeweilige Anleger berechtigt ist, Schadensersatzansprüche im spanischen Gerichtswesen geltend zu machen. Berechtigte geschädigte Anleger können der Asociacion de Afectados de Petrobras ohne Vorabkosten oder Risiko beitreten.

Über die Shareholder Association

Organisatoren der Aktionärsvereinigung (Shareholder Association). Die Asociacion de Afectados de Petrobras, eine Aktionärsvereinigung mit Sitz in Madrid, hat ISAF Petrobras damit beauftragt, die Kommunikation mit Anlegern, Anwaltskanzleien, Dienstleistern und den Medien sowie alle Verwaltungsaufgaben zu übernehmen, darunter die Sammlung von Handelsdaten der Klienten, Verlustberechnungen und alle Aspekte des Dokumentenhandlings . Darüber hinaus wird ISAF Petrobras alle Verfahrenskosten finanzieren, darunter Anwaltskosten, Gutachterkosten, Abwicklung, Datensammlung, Verwaltung und Schadensverwaltung, einschließlich der Verwaltung möglicher Auszahlungen. Neben der spanischen Vereinigung finanziert eine Tochter von ISAF Petrobras – International Securities Associations & Foundations Management Company for Damaged Petrobras Investors (Bovespa) Ltd. – in vollem Umfang alle Anstrengungen der Stichting Petrobras Compensation Foundation, einer Stiftung mit Sitz in den Niederlanden, die der Wiedergutmachung von Schäden betroffener Anleger dienen.

Anwaltskanzleien. Cremades Calvo-Sotelo, die führende spanische Wertpapier-Anwaltskanzlei, arbeitet mit den Wertpapier-Rechtsstreits-Kanzleien Motley Rice und Lowey Dannenberg Cohen & Hart zusammen.

Cremades & Calvo-Sotelo gilt als ein der führenden spanischen Anwaltskanzleien und hat sich unter anderem auf kollektive Wertpapier-Klagen spezialisiert. Motley Rice ist eine der größten Kanzleien für Zivilkläger in den USA und hat die Tradition, Menschen zu vertreten, deren Rechte verletzt wurden. Die Kanzlei Lowey Dannenberg Cohen & Hart konzentriert sich auf komplexe Rechtsstreitigkeiten, darunter Streitsachen in Zusammenhang mit Wertpapieren und Waren, Kartellrechtsverfahren und Streitsachen im Gesundheitswesen.

Anspruchsanalyse und -abwicklung. Battea Class Action Services, LLC, ein international führender Anbieter von Dienstleistungen im Rahmen der Einreichung von Wertpapier-Ansprüchen bei Sammelklagen vom Class-Action-Typ, ist damit beauftragt worden, Daten von Klienten zu erheben und zu verarbeiten sowie die Verlustberechnungen der Anleger zu überprüfen.

Geschädigten Anlegern wird eine Erfolgshonorar-Kostenstruktur angeboten, bei der nur im Erfolgsfall Kosten anfallen. Werden die Erfolgshonorare akzeptiert, wird den Anlegern die risikofreie und Vorabkosten-freie Teilnahme nach dem „no cure-no pay”-Prinzip angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.isafpetrobras.com

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Category: Oil & Gas